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G7-Gipfel 2015: Allianz für Ressourceneffizienz beschlossen

Unter der G7-Präsidentschaft Deutschlands einigten sich die Staats- und Regierungschefs auf dem diesjährigen G7-Gipfel am 7. und 8. Juni 2015 auf Schloss Elmau auf ehrgeizige Maßnahmen zur Förderung der Ressourceneffizienz. Dazu zählt die Gründung einer G7-Allianz für Ressourceneffizienz, die sich als dauerhaftes Forum zum Austausch bewährter Praktiken zwischen den G7-Staaten, der Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft versteht. Damit ist es auf Initiative der Bundesregierung erstmals gelungen, das Thema zum Gegenstand eines internationalen Regierungsprozesses zu machen und Ressourceneffizienz in der industriellen Produktion der G7-Staaten für die Stärkung des Klimaschutzes gemeinsam anzugehen.

Der effiziente Einsatz von Material in der Industrie, die in einem G7-Staat wie Deutschland durchschnittlich 45% der Kosten im verarbeitenden Gewerbe ausmachen, hat eine enorme Hebelwirkung für den Klimaschutz. Mit dem Einsatz von Materialien sind das Klima beeinflussende Emissionen über die gesamte industrielle Wertschöpfungskette hinweg verbunden. Dies umfasst neben der Gewinnung von Rohstoffen alle vorgelagerten Produktionsabläufe.

Die G7-Allianz wird mindestens eine Veranstaltung unter Federführung der jeweiligen G7-Präsidentschaft durchführen und damit sicherstellen, dass Ressourceneffizienz auf der Agenda der G7-Staaten bleibt. Die Gründung der Allianz und die Erstellung eines Syntheseberichts durch das Internationale Ressourcenpanel (IRP) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), in dem die vielversprechendsten Potenziale und Lösungen in Bezug auf Ressourceneffizienz aufgezeigt werden, wurden bereits im März von Bundesumweltministerin Hendricks vorgeschlagen. Führende Wirtschaftsnationen der Welt trafen sich im Kontext der deutschen G7-Präsidentschaft auf Einladung des Bundesumweltministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums am 12. März in Berlin. Hochrangige Vertreter der G7 sowie circa 150 Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten auf der Konferenz, wie Metalle und Mineralien effizienter genutzt werden können, damit Umwelt und Wirtschaft gleichermaßen profitieren.

Gipfeldokumente: www.g7germany.de

Abschlusserklärung: www.g7germany.de (PDF)

 

 

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