Nachbericht RE vor Ort: Höhr-Grenzhausen

RE vor Ort: Gittelde bei Osterode am Harz, 17.06.2014

Nachbericht:

Kosteneinsparung beim Einsatz von Material und Energie

Ressourcen so sparsam wie möglich einzusetzen, ist ein Wettbewerbsfaktor für Unternehmen - unter diesem Motto stand die Fachveranstaltung Ressourceneffizienz vor Ort am 17. Juni 2014 in Gittelde bei Osterode am Harz. Gemeinsam mit dem Netzwerk Ressourceneffizienz hatte die Initiative Zukunft Harz (IHZ) dazu eingeladen. Die IZH will mit den regionalen Akteuren und deren Kompetenzen ein effektives Netzwerk zur Förderung eines schonenden Umgangs mit natürlichen Ressourcen (Material und Energie) zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region entwickeln. Die Vermittlung der richtigen Kontakte und für Unternehmen passgenaue Veranstaltungen wie „Ressourceneffizienz vor Ort“ sind ein Baustein dieses Netzwerks.

Die rund 40 Teilnehmer der Veranstaltung wurden in den Räumlichkeiten der Obermann Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Osterode am Harz, dem größten Logistikunternehmen im Südharz, willkommen geheißen. Mit dem Gastgeber konnte ein positives Beispiel für einen modernen Ressourcenstandort in der Region gezeigt werden. Die Obermann Gruppe setzt in ihrer Logistiksparte stark auf grüne Logistik, wie Geschäftsführer Heiko Andreas Helmke in seinem Begrüßungsvortrag betonte. Ressourcenschonende Maßnahmen umfassen dabei den Einsatz verbrauchsarmer Fahrzeuge und umweltfreundlicher Reifen bis hin zu Effizienzmaßnahmen in Logistikgebäuden.

„Materialkosten stellen mit 45 Prozent den größten Kostenblock im verarbeitenden Gewerbe dar.“ erklärte Dörte Ratzmann vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz. Sie zeigte konkrete Ansätze zur Steigerung der Ressourceneffizienz im Sinne der Material- und Energieeffizienz bei der Produktentwicklung, im Produktionsprozess und im Umfeld der Produktion auf und wies auf die Unterstützungsangebote des VDI Zentrums Ressourceneffizienz hin. Dazu gehören einfach handhabbare Ressourcenchecks, Filmbeiträge oder ein Kostenrechner. Wie das Umweltinnovationsprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit den neusten Stand der Technik in Deutschland beschreibt und gestaltet, stellte Karin Fischer vom Umweltbundesamt anschaulich dar. Mit diesem Programm werden kleine und mittlere Unternehmen bevorzugt gefördert, wenn es um die erstmalige, großtechnische Anwendung innovativer und umweltentlastender Techniken und Verfahren geht. Wie wichtig das Thema Ressourceneffizienz ist, spiegelte sich im Förderschwerpunkt „Materialeffizienz in der Produktion“ des letzten Jahres wider. Seit Beginn des Programms wurden insgesamt 750 Millionen Euro an Fördermitteln ausgegeben.

Dass für mehr Ressourceneffizienz nicht immer nur teure Technologien notwendig sind, sondern dass sich auch kleine Änderungen in den Betriebsabläufen deutlich positiv in der Firmenkasse bemerkbar machen können, zeigte Geschäftsführer Jörg Iwanetzki von der Nordwest-Chemie K. Kuchmichel GmbH und der Materialeffizienzberater Matthias Keiner. Die Veranstaltung ließ genügend Raum für individuelle Fragestellungen der Teilnehmer und bot den Teilnehmern im Anschluss die Möglichkeit eines geführten Unternehmensrundgangs.

Die bundesweite Veranstaltungsreihe „Ressourceneffizienz vor Ort“ bringt den Beratern und Entscheidern in den Betrieben Informationen, die speziell auf sie zugeschnitten sind: Neben regionalen und nationalen Fördermöglichkeiten von Effizienz-Projekten erhalten die Teilnehmer praktische Erfahrungsberichte von Unternehmern der Region, die es geschafft haben, mit mehr Ressourceneffizienz erfolgreicher zu wirtschaften.

Fotos: Dietrich Kühne/Kroesing Media Group