Nachbericht RE vor Ort: Höhr-Grenzhausen

RE vor Ort: Erfurt, 07.07.2014

Nachbericht:

„Ressourceneffizienz im Produktionsprozess“

„Ressourceneffizienz hilft nicht nur unserer natürlichen Umwelt, sie spart auch bares Geld“, mit diesen Worten begrüßte Thüringens Umweltminister Reinholz die Teilnehmer der Veranstaltung „Ressourceneffizienz im Produktionsprozess“. Die Fachveranstaltung richtete sich  an Kleinere und Mittlere Unternehmen aus der Region.

Mehr Effizienz beim Einsatz von Ressourcen und Material sowie eine intensive Wertstoffrückgewinnung schaffen wirtschaftliche Unabhängigkeit, steigern die Wettbewerbsfähigkeit und schonen zugleich die Umwelt. Bei der Umstellung auf umweltfreundlichere und wirtschaftlichere Produktionsprozesse können Unternehmen verschiedene Förderprogramme nutzen. In Erfurt stellten das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE) , die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie die Deutsche Materialeffizienzagentur (DEMEA) ihre Informations-, Beratungs- und Förderangebote vor. Dr. Martin Vogt vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz unterstrich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Forderung, dass der Materialproduktivität mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss.  Im verarbeitenden  Gewerbe  seien 2 % der Kosten durch den Energieverbrauch verursacht, 45 % der Produktionskosten seien durch den Materialeinsatz hervorgerufen. Die Möglichkeiten zur Steigerung der Materialproduktivität seien in der Produktentwicklung, im Produktionsprozess und im Umfeld der Produktion zu finden. Um diese Potentiale in den Unternehmen zu erkennen,  gäbe es ein großes  Informationsangebot und auch staatliche Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen.

Wissenschaftler und Praktiker aus Thüringen zeigten anhand konkreter Beispiele, was Ressourceneffizienz in einem Unternehmen bedeuten kann. Die Erfahrung zeigt bundesweit, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen dazu gute Ideen haben und auch offen sind für Ideen, es oftmals aber am Kapital fehlt und am Know-How, wie die Produktionsumstellung am besten zu meistern ist. Im produzierenden Gewerbe sind meist nicht das Personal oder die Energie die größten Kostenfaktoren, sondern die eingesetzten Rohstoffe und Materialien.

Die Veranstaltung war Teil der bundesweiten Reihe „Ressourceneffizienz vor Ort“ des Netzwerks Ressourceneffizienz, organisiert durch die Geschäftsstelle beim VDI Zentrum Ressourceneffizienz. Begleitend wurde im Foyer des Ministeriums die Wanderausstellung „Wettbewerbsvorteil Ressourceneffizienz - Das zahlt sich aus“ des VDI Zentrum Ressourceneffizienz gezeigt, die eine Woche zu besichtigen war. Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer ausreichend zum Netzwerken und persönlichen Austausch mit den Referenten.

Fotos: Michael Voigt