Nachbericht RE vor Ort: Rehau

RE vor Ort: Rehau, 25.09.2014

Nachbericht:

Ressourceneffizienz vor Ort in Rehau

Angesichts steigernder Material- und Energiekosten werden Maßnahmen zu deren Effizienzsteigerung auch in kleinen und mittelständischen produzierende Unternehmen immer wichtiger. In einer gemeinsamen Veranstaltung der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation, dem Netzwerk Ressourceneffizienz und dem Gastgeber REHAU AG + Co zeigten Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft praxisgerechte Lösungen zur Steigerung von Material- und Energieeffizienz auf. Zudem stellten überregionale Institutionen wie die demea Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote für Material- und Energieeffizienz für produzierende Unternehmen vor.

Nach der Begrüßung durch Klaus Marquardt von der REHAU AG + Co zeigte sein Kollege Alexander Friton auf, welche Ziele zur Ressourceneffizienzsteigerung gesetzt wurden und wie diese erreicht werden. Insbesondere das Thema der betrieblichen Leistungsmessung im Bereich der Ressourceneffizienz anhand von Kennzahlen wurde in diesem Zusammenhang rege diskutiert.

Im folgenden referierte Dörte Ratzmann über das umfangreiche Leistungsangebot des VDI Zentrums Ressourceneffizienz, das die Unternehmen unterstützt. Beispiele dazu sind der Ressourcencheck und die Qualifizierung Ressourceneffizienz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Der Ressourcencheck bietet einen guten Leitfaden zur Ermittlung der Energie- und Ressourceneffizienz an. Die Anzahl der Fragen ist überschaubar und der Test schnell durchführbar. Damit können Unternehmen einen ersten Schritt in die Ressourceneffizienzsteigerung machen“, sagte Ratzmann auf der Veranstaltung. Weiterhin wurden auch die Fördermöglichkeiten im Rahmen des Umweltinnovationsprogramms des Umweltbundesamtes durch Manuela Hammer vorgestellt. Ein Höhepunkt der Veranstaltung lag bei der Betriebsbesichtigung der Firma REHAU AG + Co, bei denen die rund 45 teilnehmenden Experten einen Blick hinter die Kulissen der Schlauchherstellung ermöglicht wurde.

Mark Andre Nix von der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation zeigte, mit welchen innovativen Technologien die Materialeffizienz gesteigert werden kann. So bietet der Einsatz von Visualisierungstechnik die Möglichkeit, den Prozess für den Mitarbeiter transparenter zu machen und somit dessen Kenntnisse zu steigern. Zusätzlich kann durch eine motivierende Darstellung die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter auf die optimale Ausführung der Arbeitsaufgabe gerichtet und so eine dauerhafte Sensibilisierung erreicht werden. „Im Bereich der Energieeffizienz können durch verbesserte Komponentendimensionierung von Großanlagen sowie durch eine Optimierung der Anlagensteuerung bis zu 40 Prozent der Energiekosten eingespart werden“, so Dr. Johannes Böhner, von der Fraunhofer-Projektgruppe Prozessinnovation. Zur Unterstützung solcher Effizienzsteigerungen bietet die Projektgruppe ein breites Portfolio an messtechnikbasierten Optimierungsmethoden an.

Der abschließende Imbiss unter dem Motto „Bayern meets Afrika“ wurde zum regen Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmern genutzt.

Fotos: Thomas Leichsenring, Rehau AG