Beiträge zum Stichwort

Recyclingfähigkeit von Verpackungen: Neuer Mindeststandard

04.09.2020

Ob Getränkekarton, Spülmittelflasche oder Joghurtbecher – Hersteller von Verkaufs- und Umverpackungen, die nach dem Gebrauch typischerweise beim privaten Endverbraucher als Abfall anfallen, müssen sich über Entgelte daran beteiligen, dass der Verpackungsabfall ordnungsgemäß gesammelt, sortiert und verwertet wird. Gemäß § 21 Absatz 1 des Verpackungsgesetzes (VerpackG) sind die dualen Systeme verpflichtet, im Rahmen der Bemessung der Beteiligungsentgelte für die Hersteller Anreize zu schaffen, um bei der Herstellung ihrer Verpackungen die Verwendung von Materialien und Materialkombinationen zu fördern, die unter Berücksichtigung der Praxis der Sortierung und Verwertung zu einem möglichst hohen Prozentsatz recycelt werden können.

Die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) veröffentlicht im Einvernehmen mit dem Umweltbundesamt (UBA) jährlich bis zum 1. September einen Mindeststandard zur Bemessung der Recyclingfähigkeit, um den dualen Systemen einen einheitlichen Rahmen für die Ermittlung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen vorzugeben. Die Systeme können zusätzlich zu den im Mindeststandard genannten Kriterien noch weitere Kriterien bei der Bemessung berücksichtigen. Zum 1. September 2019 wurde der erste rechtsverbindliche Mindeststandard zur Bemessung der Recyclingfähigkeit veröffentlicht. Nun liegt der weiterentwickelte Mindeststandard 2020 vor.

Weiterlesen ...