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Deutscher Lebensmittelkonsum belastet Umwelt und Klima im Ausland

27.01.2021

Allein der jährlich nach Deutschland importierte Kaffee beansprucht eine Fläche von 1,2 Millionen Hektar. Diese Fläche ist fast so groß wie Schleswig-Holstein (1,6 Millionen Hektar). Hinzu kommen Wasser- und Energieverbrauch und es werden Treibhausgase und Luftschadstoffe freigesetzt, die unsere Umwelt und Gesundheit belasten.

Unser Lebensmittelkonsum geht also weit über den eigenen Tellerrand hinaus. In einer Welt globalisierter Stoff- und Warenströme beanspruchen wir die Umwelt nicht nur im eigenen Land, sondern zu einem erheblichen Teil auch im Ausland. Mehr als die Hälfte aller Treibhausgas-Emissionen die durch unseren Lebensmittelkonsum verursacht werden, entstehen im Ausland. Beim Wasserverbrauch ist unser Fußabdruck noch größer – hier werden knapp 70 Prozent im Ausland verbraucht.

Um der damit einhergehenden Verantwortung gerecht zu werden brauchen wir verlässliche Daten. Wo und wieviel landwirtschaftliche Fläche wird durch unseren Lebensmittelkonsum belegt? Wie viel Wasser benötigen der Anbau und die Erzeugung und welche Lebensmittel stammen aus Regionen mit hoher Trockenheit? Wie hoch sind die globalen Emissionen an klima¬schädlichen Treibhausgasen für unsere Nahrungsmittel?

Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die Studie „Von der Welt auf den Teller“. Grundlage der Studie sind statistische Daten zu globalen Handelsströmen, Ressourcenverbräuchen und Emissionen, die im Rahmen des Forschungsvorhabens „Globale Umweltinanspruchnahme durch Produktion, Konsum und Importe“ im Auftrag des UBA größtenteils vom Statistischen Bundesamt erhoben und von Systain Consulting aufbereitet wurden. Das methodische Vorgehen wurde in einem Methodenhandbuch beschrieben.

 

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