Beiträge zum Stichwort

Petrochemie ohne Öl

11.03.2022

Neu gestartetes Projekt "GreenFeed" will Weg für eine klimaneutrale Chemieindustrie ebnen

Kunststoffe sind ein zentrales Massenprodukt der chemischen Industrie. Sie stecken nicht nur in Verpackungsmaterialien, sondern beispielsweise auch in Textilien, Wärmeisolierungen, Rohren, Bodenbelägen, Lacken und Klebstoffen. Die hierfür benötigten Basischemikalien werden gegenwärtig auf Mineralölbasis in der petrochemischen Industrie hergestellt und weiterverarbeitet. Dieser Prozess benötigt neben dem fossilen Rohstoff, dem "Feedstock", ebenfalls viel Energie. Über die gesamte Wertschöpfungskette entstehen alleine in Deutschland CO2-Emissionen in Höhe von 49 Millionen Tonnen jährlich. Da jedoch auch in einer treibhausgasneutralen Welt weiterhin Kohlenstoff für Kunststoffe und andere Kohlenwasserstoff-Verbindungen benötigt werden, ist ein Schließen der Kohlenstoff-Kreisläufe von zentraler Bedeutung, um die Klimaziele zu erreichen.

Um hierfür Lösungsansätze zu entwickeln, startete nun das Forschungsprojekt "Green Feedstock for a Sustainable Chemistry – Energiewende und Ressourceneffizienz im Kontext der dritten Feedstock-Transformation der chemischen Industrie" – kurz GreenFeed. Darin wollen die Forschenden aufzeigen, wie zentrale Wertschöpfungsketten der chemischen Industrie treibhausgasneutral gestaltet und dabei langfristig am Standort Deutschland und Europa gesichert werden können.

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