Wir schreiben das Jahr 2015: Streamingdienste überholen erstmals MP3-Downloads, das Pariser Klimaabkommen wird beschlossen und in der Baubranche werden die Weichen für die digitale Transformation gestellt. Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und Innovationen rücken in den Fokus und erfordern die Neuentwicklung und Überarbeitung von Baunormen.
Heute, im Jahr 2025, sind Streamingdienste Normalität. Neue Technologien – beispielsweise zur Nutzung von Solarenergie oder recycelten Baustoffen, finden durch Normen nach und nach den Weg in die Praxis. Und Bauverantwortliche können mit einem digitalen Abbild von realen Gebäuden – einem digitalen „Zwilling” – arbeiten, noch bevor der erste Spatenstich erfolgt.
Damit sind Baustandards beides: Werkzeug und Spiegel des technologischen und gesellschaftlichen Wandels. Welche Entwicklungen in diesem Spiegel über die letzten zehn Jahre zu sehen waren – und warum vor allem europäische Normen der zunehmenden Anzahl der Baunormen eine Rolle spielen –, offenbart ein zweiter Blick.