„Der DPP selbst ist Infrastruktur für Innovation und Effizienz – keine zusätzliche Berichtspflicht.“

Heute müssen Unternehmen ihre Produktdaten mit viel Aufwand mehrfach aufbereiten und in unterschiedlicher Art und Weise liefern – je nach Markt, Sprache und Adressat. Der Digitale Produktpass (DPP) soll das ändern. Johannes Benjamin Helfritz, Leiter der Stabsstelle Digitale Ökosysteme bei DIN, hat die deutsche Initiative zur Gründung des ISO/IEC JTC 5 gesteuert – dem internationalen Gremium, das die globalen Spielregeln dafür entwickeln wird. Ein Gespräch darüber, wer die Regeln schreibt, wenn die Welt noch keine hat.

Herr Helfritz, was ist der Digitale Produktpass – in einem Satz?

Der DPP wird das weltweit einheitliche Zugangstool für digitale Produktinformationen.

Das klingt nach einer besseren Bedienungsanleitung.

Die Anleitung ist nur ein Teil des Sichtbaren. Was dahinter geschieht, ist das eigentlich Interessante. Ein System, eine Infrastruktur, die ermöglicht, dass jeder die für ihn relevanten Informationen oder Services erhält.

Das geht von Fragen wie “Was steckt eigentlich in einem Produkt, ist es regulierungskonform, wie nutzt und repariert man es?” bis hin dazu, dass über das System Kontakt zum Hersteller, Kunden oder Serviceanbieter aufgebaut werden kann. Für Unternehmen, Behörden oder Verbraucher bedeutet das: weniger Aufwand und mehr Möglichkeiten.

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