Die Bauindustrie ist für einen erheblichen Teil des Ressourcenverbrauchs und der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. In den Gebäuden stecken gleichzeitig auch große Mengen an Materialien, die bei einem Abriss als Bauabfall entstehen. Ziel ist deshalb, das zirkuläre Bauen für eine nachhaltigere Bauwirtschaft voranzutreiben.
Aus diesem Grund hat das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) das IÖR-Materialkataster Deutschland ins Leben gerufen. Es bietet erstmals flächendeckend Daten zur Zusammensetzung und Verteilung von Baumaterialien für Deutschlands Gebäudebestand. Die Basis für das Kataster bilden 3D-Gebäudemodelle des Bundesamts für Kartographie und Geodäsie und langjährige Forschung, welche dem Materialkataster detaillierte Daten zu den typischen Baumaterialien in verschiedenen Gebäudetypen liefert.