Neue Wege für nachhaltige Batterierohstoffe und Lithiumgewinnung

Lithium ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken – es steckt in Smartphones, E-Bikes, Werkzeugen und Elektroautos. Gleichzeitig steht seine Gewinnung in der Kritik, weil sie Umwelt und lokale Lebensgrundlagen belastet. Neue Technologien könnten einen entscheidenden Fortschritt bringen. Genau hier setzt das deutsch-chilenische Forschungsprojekt »PaNaBat« an. PaNaBat verfolgt das Ziel, eine langfristige deutsch-chilenische Netzwerkplattform zu etablieren, die Zusammenarbeit in der Forschung, Ausbildung, Technologietransfer und industrielle Kooperation in den Bereichen nachhaltige Batterierohstoffe, Lithiumgewinnung und Batterierecycling stärkt. Zudem trägt das Vorhaben zur Diversifizierung und Regionalisierung der Lieferketten bei und unterstützt so eine breitere internationale Aufstellung beim Export von Lithium und anderen kritischen Rohstoffen für die Batteriezellenproduktion.

Materialforschung und Prozessentwicklung spielen eine zentrale Rolle für die nachhaltige Nutzung von Lithium in der Batterieproduktion

Lithium zählt zu den wichtigsten Rohstoffen für die Batterieindustrie und die Elektromobilität. Mehr als 50 Prozent der weltweiten Lithiumvorkommen liegen in Lateinamerika, vor allem im sogenannten Lithium-Dreieck Chile, Bolivien und Argentinien. Die Gewinnung erfolgt derzeit überwiegend in der chilenischen Atacama-Wüste mithilfe großer Verdunstungsbecken. Dieses Verfahren kann zu erheblichen Wasserverluste führen und die Umwelt stark belasten – insbesondere in empfindlichen Ökosystemen und in Regionen, in denen Wasserressourcen auch für die lokale Bevölkerung und die Landwirtschaft von Bedeutung sind.

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Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC

Neunerplatz 2
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