CO2 in Müllverbrennungsasche binden und daraus einen Baustoff machen: Ein interdisziplinäres Konsortium aus RWTH Aachen, Technischer Hochschule Köln, refer GmbH und Bergischem Abfallwirtschaftsverband hat im Rahmen des Wettbewerbs „CCU-Modellregionen NRW“ den Zuschlag für eine Förderung in Höhe von 1,14 Millionen Euro erhalten. CCU, also Carbon Capture and Utilization, bedeutet Abscheidung und Nutzung von CO₂. Das Projekt wird vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt und zielt darauf ab, praxisorientierte Lösungen zur nachhaltigen CO₂ -Nutzung zu entwickeln.Zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung neuer Verfahren zur langfristigen Speicherung von CO₂ in Hausmüllverbrennungsaschen, hier ganz konkret am Standort der Leppe Deponie im oberbergischen Lindlar. Dabei wird untersucht, wie CO₂ dauerhaft in Baustoffen gebunden und genutzt werden kann, um so aktiv zur Reduktion von CO₂ -Emissionen beizutragen. Anders als bei reiner Deponierung zielt der Ansatz darauf ab, die Aschen durch gezielte Karbonatisierung aufzuwerten und die behandelte Rostaschen anschließend als Sekundärrohstoff wieder im Baubereich einzusetzen. Etwa als Zuschlagstoff und Ersatz für Primärrohrstoffe wie Kies und Sand. Damit verbindet das Vorhaben Klimaschutz mit Ressourcenschonung und einem konkreten Marktperspektivwechsel: von „Abfall zur Ablagerung“ zu einem Baustoff im Kreislauf. Den Startschuss für die praktische Arbeit gaben die Projektpartner am vergangenen Freitag, 23. Januar 2026, bei ihrem Kick off-Meeting direkt auf :metabolon.