Nickel (Ni) und Kobalt (Co) werden von der EU als kritische Rohstoffe bzw. Metalle eingestuft. Ni wird weltweit zu einem großen Teil aus Ni-Lateriten pyrometallurgisch gewonnen. Ni-Laterite sind großflächigen Verwitterungslagerstätten, die meist in tropischen oder subtropischen Gebieten zu finden sind. Bestimmte Bereiche dieser Laterite, die sogenannten Limonite, enthalten oftmals wirtschaftliche Co-Gehalte. Aufgrund ihres hohen Eisengehaltes sind diese Limonite allerdings nicht pyrometallurgisch, sondern nur hydrometallurgisch durch Laugung aufzubereiten.
Herkömmliche Verfahren zur Gewinnung von Ni und Co, wie etwa die Hochdruck-Säurelaugung (HPAL), erfordern einen hohen Säure- und Energieverbrauch und sind daher mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden. Mit der Biolaugungsmethode ist man in der Lage, mithilfe von Mikroorganismen Co und Ni, insbesondere aus den limonitischen Lateriten zu extrahieren. Im Vergleich zu HPAL weist die Biolaugung jedoch einen wesentlich geringeren Verbrauch an Säure und Energie auf und bietet somit eine umweltschonende Alternative zur Gewinnung dieser Metalle.