Die Eisengießerei M. Busch GmbH & Co. KG hat am Standort Bestwig eine neue vollautomatische Fertigungs- und Montagelinie in Betrieb genommen. Mit der Investition in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro stärkt das Unternehmen seine Wertschöpfungskette, steigert die Ressourceneffizienz und reduziert nachhaltig seine Treibhausgasemissionen – insbesondere im Bereich Scope 3. Unterstützt wurde das Projekt durch die Effizienz-Agentur NRW (efa), die sowohl bei der CO₂-Bilanzierung als auch bei der Finanzierung beratend zur Seite stand.
Emissionen gezielt gesenkt, Wertschöpfung zurückgeholt
Bis 2023 wurden bei M. Busch Rohgussteile am Standort Meschede-Wehrstapel gefertigt und anschließend extern weiterbearbeitet – mit entsprechendem logistischem Aufwand und hohem Nachbearbeitungsbedarf. Um dies zu ändern, entschloss sich das Unternehmen zur Integration einer hochautomatisierten Fertigungs- und Montagelinie am Werk Bestwig zur einbaufertigen Bearbeitung von LKW-Bremsscheiben aus Eisenguss mit Lamellengraphit.
Eine wesentliche Entscheidungsgrundlage war die CO₂-Bilanzierung mit dem Tool ecocockpit der Effizienz-Agentur NRW. Die Analyse zeigte deutlich: Das im Scope 3 bilanzierte Roheisen war der größte Emittent. Durch die neue Fertigungslinie spart das Unternehmen jährlich 4.651 Tonnen Eisenguss, 6,2 Mio. kWh Energie sowie rund 10.479 Tonnen CO₂-Äquivalente ein