Wer mitredet, gestaltet die Zukunft: Wann sich Normungsarbeit auch für kleinere Unternehmen lohnt

Ein sonniger Vormittag im Kasseler Science Park. Vor einem modernen Bürogebäude steht ein großer, weißer Container mit PV-Modulen. Unauffällig, doch mit Innovationspower im Inneren: ein Batteriespeichersystem mit neuartiger Leistungselektronik, das deutlich langlebiger als bisherige Lösungen und leichter reparierbar sein soll. Das Startup p&e power&energy betritt damit Neuland. Gleichzeitig stößt die EU 2023 mit der neuen Batterieverordnung unter anderem einen Normungsprozess an, der auch auf die Reparierbarkeit von Batterien abzielt. Für Gründer Gerold Schulze – der als Ingenieur Normen aus seiner täglichen Arbeit nur allzu gut kennt – eine reizvolle Konstellation: „In den Normungsprozessen werden wichtige Weichen für die kommenden Jahrzehnte gestellt. Das ist schon ein Anreiz, sich einzubringen.“

Die p&e entwickelt eine Leistungselektronikplattform für Batteriespeichersysteme, beispielsweise für Krankenhäuser, die auch bei einem flächendeckenden Stromausfall jederzeit mit elektrischer Energie zu versorgen sind. Derzeit kommen dort vor allem Dieselgeneratoren zum Einsatz – aus klima- und energiepolitischer Sicht höchstens zweite Wahl. Das Problem bei herkömmlichen Batterien: Ihre einzelnen Zellen sind fest in Reihe geschaltet. Zeigt eine Zelle eine Minderleistung, kann das ganze System betroffen sein. Gerold Schulzes Ansatz: Die einzelne Zelle kann überbrückt werden, und das System läuft unterbrechungsfrei weiter, selbst wenn manche nicht mehr leistungsfähig sind. Das kann die Lebensdauer um bis zu 50 Prozent verlängern. Vor diesem Hintergrund engagiert er sich auch in der Batterienormung. Gerold Schulze stellt fest: „Hätte ich gewusst, wie klein die Fortschritte sind, hätte ich es nicht begonnen.“

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