Grüner bzw. kohlenstoffarmer Wasserstoff gewinnt zunehmend an Bedeutung, um energieintensive Industrien wie Stahl- und Chemieproduktion von fossilen Brennstoffen zu lösen und CO2-Emissionen deutlich zu senken. Trotz technologischer Reife bremsen hohe Kosten, fehlende Infrastruktur und Ressourcenbedarf den breiten Einsatz. Gleichzeitig entstehen weltweit Projekte und neue Anwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Normen und Konformitätsbewertung stärken dabei Sicherheit, Vertrauen und Vergleichbarkeit, während sie zugleich helfen, den CO2-Fußabdruck messbar zu machen und den Markthochlauf zu unterstützen.
Der überwiegende Teil der 97 Millionen Tonnen Wasserstoff, die heute weltweit erzeugt werden, wird mittels fossiler Brennstoffe erzeugt. Dabei werden einem vor kurzem veröffentlichten Bericht des Paul Scherrer Instituts (PSI), einem Schweizer Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften, zufolge ca. 920 Millionen Tonnen CO2-Emissionen jährlich freigesetzt. Grauer und brauner Wasserstoff machen 85 Prozent der weltweiten Wasserstofferzeugung aus und es gibt kaum Anzeichen für einen Umstieg auf nachhaltigere Verfahren. Dennoch sehen viele in grünem bzw. kohlenstoffarmem Wasserstoff die Zukunft im Hinblick auf die Dekarbonisierung großer Bereiche der Industrie, die noch auf fossile Brennstoffe angewiesen sind.