Zukunft der Gipsversorgung in Hessen – Rohstoffe sichern, Kreisläufe schließen

Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Gips aus Primär- und Sekundärrohstoffen? Wie kann die Gipsversorgung in Hessen auch künftig gesichert werden? Welche Ansätze fördern Substitution, Wiederverwendung und Recycling von Gipsprodukten – und welche guten Praxisbeispiele gibt es bereits? Diese und weitere Fragen stehen heute im Fokus der Hessischen Rohstoff- und Ressourcenkonferenz. Fachleute aus Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik tauschen sich darüber aus, wie man Gips über den gesamten Lebenszyklus hinweg optimal nutzen und verwalten kann. 

REA-Gips wird knapp

Mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung entfällt eine wichtige Quelle für Gips: sogenannter REA-Gips, ein Nebenprodukt aus der Rauchgasreinigung in Kohlekraftwerken. Dieser Sekundärrohstoff wurde bislang in großen Mengen genutzt, insbesondere in der Bauwirtschaft. Mit der schrittweisen Abschaltung der Kraftwerke wird REA-Gips zunehmend knapp und es entsteht eine Versorgungslücke. Woher also kommt künftig unser Gips – und wie können wir ihn nachhaltig nutzen?

Impulse für Rohstoffsicherung und Kreislaufwirtschaft

Der erste Teil der Konferenz widmet sich dem Primärrohstoff Gips in verschiedenen Fachvorträgen: Dr. Sven Rumohr vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) erläutert, wie das HLNUG mit der rohstoffgeologischen Landesaufnahme die Verbreitung, Mächtigkeit und Qualität oberflächennaher Lagerstätten in Hessen erfasst. Die daraus entstehenden Spezialkarten machen Verfügbarkeiten und Potenziale sichtbar und liefern eine wichtige Grundlage für die Entscheidungen in der Umwelt- und Raumentwicklung. „Mineralische Rohstoffe sind die Grundlage für fast alle unsere Produkte und Infrastrukturen. Sie sind endlich – und wir müssen verantwortungsvoll mit ihnen umgehen. Das HLNUG hat deshalb alle relevanten Rohstoffe wie Gips in Hessen genau im Blick“, so HLNUG-Präsident Prof. Dr. Thomas Schmid. 

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