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Lösung für saubere Mobilität

21.05.2020

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden wird gemeinsam mit der dänischen SBS Friction A/S sowie dem Danish Technological Institute ein Eisen-basierter Sinter-Bremsbelag für Motorräder entwickelt. Das Projekt „GreenPad“, gefördert vom Innovation Fund Denmark, möchte damit eine umweltfreundliche Alternative zu etablierten Belagmaterialien schaffen.

Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Entwicklung kupfer- und nickelfreier Sinter-Bremsbeläge mit gleichwertigen tribologischen Eigenschaften wie die herkömmlicher metallischer Bremsbeläge. Erste Tests zeigten, dass die Eisen-basierten Neuentwicklungen vielversprechende Ergebnisse erzielen, die sowohl im Labor als auch direkt am Motorrad nachgewiesen werden konnten.

Sinter-Bremsbeläge sind organisch gebundenen Belägen aufgrund ihrer hohen Temperaturbeständigkeit sowie der guten Eigenschaften bzgl. Verschleiß, Abrieb und Reibwert weit überlegen und kommen für Hochleistungsbremsen z. B. im Schienenverkehr oder in Motor- bzw. Fahrrädern zum Einsatz.

Noch gibt es keine umweltfreundlichen metallischen Alternativen. Nichtsdestotrotz gibt es klare kommerzielle, wirtschaftliche und ökologische Gründe für die Abschaffung der Verwendung von Kupfer und Nickel in der Produktion – Triebkräfte, die mit der Umsetzung strengerer Gesetze noch stärker werden.

Deshalb sind neue Lösungen für metallische Sinter-Bremsbeläge dringend erforderlich. Vor allem aus Gründen des Umweltschutzes, denn aktuell sind Bremsen für Hochleistungsanwendungen in der Regel kupferbasiert, obwohl Kupfer als hochgiftig für im Wasser lebende Arten gilt.

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