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Unvermeidbare CO2-Entstehung in Nordrhein-Westfalens Grundstoffindustrie

09.10.2020

Auch in einem klimaneutralen Nordrhein-Westfalen in 2050 werden aufgrund fehlender Alternativen voraussichtlich Produkte in industriellen Prozessen erzeugt, in denen Kohlendioxid entsteht. Dies gilt zum Beispiel für die Zementindustrie. Bislang wurde aber noch nicht eindeutig bestimmt, wie hoch diese "unvermeidbaren" CO2-Mengen sind und was sie auszeichnet. Die IN4climate.NRW-Arbeitsgruppe Kohlendioxidwirtschaft versucht vor diesem Hintergrund in dem Diskussionspapier "Unvermeidbare CO2-Entstehung in einer klimaneutralen Grundstoffindustrie NRW" eine Definition für prozessbedingt unvermeidbare CO2-Entstehung zu geben. Sie liefern damit einen Beitrag für den Dialog zur zukünftigen Rolle der Kohlendioxidwirtschaft in Nordrhein-Westfalen im Rahmen einer angestrebten klimaneutralen Grundstoffindustrie.

"Die Transformation zu einer klimaneutralen Grundstoffindustrie ist eine umfassende Aufgabe und ohne Zweifel eine große Herausforderung. Aus heutiger Sicht stehen dafür viele technologische Optionen zur Verfügung", sagt Prof. Dr.-Ing. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher geschäftsführer des Wuppertal Instituts und ergänzt: "Dies gilt aber nicht uneingeschränkt für alle Prozesse und Produkte. Wo die Entstehung von CO2 prozessbedingt nicht vermeidbar ist und auch keine Substitute für die Produkte zur Verfügung stehen, müssen Lösungen für den Umgang mit dem entstehenden CO2 gefunden werden. Hierfür braucht es eine transparente Erfassung, um welche Mengen es sich handelt."

Hinter der Veröffentlichung des Papieres stehen die Unternehmen Air Liquide Deutschland GmbH, Covestro AG, HeidelbergCement AG, RHM Rohstoff-Handelsgesellschaft mbH, thyssenkrupp Industrial Solutions AG, Spenner GmbH & Co. KG, der Verein Deutscher Zementwerke e. V., die Forschungsgemeinschaft Kalk und Mörtel e. V., sowie die Forschungseinrichtungen Fraunhofer UMSICHT, IW Köln, RWTH Aachen und das Wuppertal Institut.

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