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Mit Künstlicher Intelligenz das Grundwasser schützen

19.10.2020

Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesumweltministerium, hat in Karlsruhe den Förderbescheid für das Projekt "Nitratmonitoring 4.0" (NiMo)  in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro überreicht. Das Projekt entwickelt ein System, um mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) die Nitratkonzentration im Grundwasser möglichst genau vorherzusagen. Damit hilft es unser Trinkwasser zu schützen, das zu 70 Prozent aus Grundwasser gewonnen wird. Das Projekt ist Teil der Förderinitiative "KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen". Das Bundesumweltministerium fördert mit dieser Initiative Projekte, die Künstliche Intelligenz nutzen, um ökologische Herausforderungen zu bewältigen.

Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter: "Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel, das durch nichts ersetzt werden kann. Deswegen hat der Schutz des Grundwassers als wichtigste Quelle für sicheres und sauberes Trinkwassersehr hohe Priorität – und dazu gehört, dass die Nitratbelastung gesenkt werden muss. Das Projekt Nitrat-Monitoring 4.0 zeigt auf vorbildliche Weise, wie KI-basierte Verfahren ganz konkret zum Schutz des Grundwassers beitragen können. Das Beispiel macht einmal mehr deutlich, wie viel Potenzial für den Umwelt- und Klimaschutz in Künstlicher Intelligenz steckt."

Hinter dem Projekt NiMo stehen die Disy Informationssysteme GmbH, das Fraunhofer-Institut IOSB, das Karlsruher Institut für Technologie und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. Die Verbundpartner entwickeln intelligente Verfahren, mit denen die Nitratbelastung im Grundwasser genauer bestimmt werden kann als mit derzeitigen Verfahren. Detaillierte Daten und Vorhersagen sind die Basis für passgenaue Maßnahmen zum Grundwasserschutz. Mithilfe von KI werden sie zudem Möglichkeiten identifizieren, die das Messnetz verbessern. Die Projektergebnisse werden in einer Pilotregion in Baden-Württemberg und einer in Niedersachsen erprobt und so für den bundesweiten Einsatz in der Praxis optimiert.

Das Projekt gehört zu den insgesamt fünfzehn ausgewählten Leuchtturmprojekten der Förderlinie 2 der Förderinitiative "KI-Leuchttürme", die das Bundesumweltministerium mit einer Laufzeit von insgesamt drei Jahren fördert. Die Bandbreite der Projekte deckt dabei verschiedene Themen, wie etwas intelligente Stromnetze, Insektenschutz, nachhaltiger Konsum oder Abfallsortierung, ab.

 

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