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REACH-Regulierungskaskade in der Fluorchemie

06.01.2021

Die Hilfsmittel basieren auf der sogenannten Fluorchemie und sorgen für eine waschbeständige wasser-, öl-, chemie-, schmutz- und blutabweisende Ausrüstung, die den Träger vor einer Vielzahl von Gefahren schützt. Trotz intensiver Forschung gibt es noch keine gleichwertigen Alternativen.

Grundlage des Beschränkungsverfahrens sind Verunreinigungen der Hilfsmittel im Mikrogramm-Gramm (Millionstel Gramm) pro Kilogramm. Die Beschränkung erfolgt, weil diese Spuren nach Einschätzung der Europäischen Chemikalienagentur ECHA persistente Eigenschaften haben und sich in der Umwelt anreichern können. Nach einem Bericht des deutschen Umweltbundesamts liegen hierfür aber keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse vor. Da aber in der Vergangenheit ähnliche chemische Verbindungen bereits verboten wurden, werden bei den hier betroffenen Stoffen die oben genannten Eigenschaften ebenfalls angenommen.

Sollte es zu einem umfassenden Verbot der Verwendung dieser Chemikalien kommen, würden die technischen Anforderungen für eine Vielzahl von textilen Anwendungen nicht mehr erreicht werden können. Dabei hat uns die Corona-Pandemie die Bedeutung von wiederverwendbaren Textilien in der Medizin und im Infektionsschutz vor Augen geführt. Über Nacht brachen Lieferketten auseinander, es kam kein Nachschub mehr aus China an. Diese hohe Abhängigkeit von weltweiten, hauptsächlich asiatischen Lieferketten zeigt die Notwendigkeit unabhängiger Lösungen "Made in Europe". Zahlreiche Hersteller bieten bereits wiederverwendbare Schutzkleidung an, die die Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen kann; Produkte, die im Einklang mit den einschlägigen technischen und medizinischen Standards stehen und den Anforderungen der Kreislaufwirtschaftsstrategie der EU entsprechen. Diese sind zuverlässig und stehen für höchster Umweltschutzstandards bei der Produktion. Die Beschränkungsverfahren gefährden diese Produkte und die Gesundheit derer .

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Verfasser

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