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Stromüberschüsse optimal nutzen

20.07.2021

Im Auftrag des Klimaschutzministeriums Rheinland-Pfalz untersuchten das BET – Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH und das Wuppertal Institut in der "Flexibilitätsstudie Rheinland-Pfalz", wie künftig regenerative Stromüberschüsse optimal genutzt werden können. Dabei wurden zahlreiche Optionen insbesondere in der Industrie zur Nutzung des Überschussstroms und somit zur Dekarbonisierung in verschiedenen Anwendungsfeldern identifiziert und modelliert. Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchten Optionen einen großen Beitrag zur Minimierung der Treibhausgasemissionen in Rheinland-Pfalz leisten können.
"Die Studie macht deutlich, dass zur Erreichung der Klimaschutzziele in Zukunft das Themenfeld Flexibilisierung der Nachfrage und Speicherung von Strom an Bedeutung gewinnen wird. Eine ambitionierte und schnellere Transformation von Rheinland-Pfalz in Richtung Klimaneutralität hätte zahlreiche positive Effekte", sagt Oliver Wagner, Co-Leiter des Forschungsbereichs Energiepolitik am Wuppertal Institut und Leiter des Projekts

Die Studie umfasst in ihrem ersten Schwerpunkt die Darstellung des künftigen Stromerzeugungssystems in Deutschland und im Speziellen in Rheinland-Pfalz bis 2050 sowie eine Analyse der Auswirkungen auf Kraftwerkspark, Stromerzeugung und Strommarkt. In einem weiteren Schritt betrachteten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedene Flexibilitätsoptionen zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Nutzung des Überschussstroms. Untersuchte Flexibilitätsoptionen waren unter anderem (teil-)elektrisierte Prozesse in der Chemie- und Papierindustrie, sowie bei der Zementherstellung und der Bereitstellung von Prozessdampf und -kälte. Die Projektbeteiligten untersuchten zudem Prozesse zur Herstellung von grünem Wasserstoff, dem Einsatz von Wasserstoff im Verkehrssektor sowie innovative Konzepte in der Nah-und Fernwärmeversorgung.

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