ERF 2014

Nachbericht Europäisches Ressourcen-Forum 2014

Rund 370 Personen aus über 40 Ländern besuchten das Europäische Ressourcenforum (ERF) 2014, das vom Umweltbundesamt ausgerichtet wurde. Die rege Teilnahme zahlreicher Experten aus den Bereichen Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Intermediäre, Unternehmen und Zivilgesellschaft weist darauf hin, dass Ressourceneffizienz weiterhin ein Kernthema an der Schnittstelle von Umwelt- und Wirtschaftspolitik ist. Die Diskussionen und Vorträge haben gezeigt, dass die Steigerung der Ressourceneffizienz einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten kann. Ökologische, ökonomische und soziale Aspekte dieses Zusammenhangs wurden anhand zahlreicher Beispiele anschaulich beschrieben.

Hochrangige Referentinnen und Referenten diskutierten Europas Rolle und Verantwortung für eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks betonte dabei, dass Ressourceneffizienz ein umweltökonomisches Thema sei, das umfassend verstanden werden müsse und Probleme aus beiden Bereichen lösen könne. Für die wachsende Ressourcennachfrage müsse eine nachhaltige Lösung gefunden werden. Eine ökologische Industriepolitik und ambitionierte Standards könnten innovative grüne Technologien, Produkte und Dienstleistungen fördern und so auch zu einer Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit führen.

Ein weiteres zentrales Thema waren Ziele für einen nachhaltigen Ressourcengebrauch. In diesem Zusammenhang wurden aktuelle Forschungsergebnisse zu planetarischen Grenzen und dem aktuellen Stand des Ressourcenverbrauchs vorgestellt. Die Diskussionen waren geprägt von der Unsicherheit über die Ausrichtung und Schwerpunktsetzung der neuen EU-Kommission.

Weitere Kernthemen der Konferenz waren konkrete Lösungsansätze zur Steigerung der Ressourceneffizienz, zur nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen durch Instrumente der Abfall- und Produktpolitik, Fragen der globalen Ressourcenallokation und die Bedeutung der Energiewende sowie des Finanzsektors für Ressourcenverbrauch und Ressourceneffizienz.

Schließlich wurde eine Reihe erfolgversprechender Ansätze aus ganz Europa im Bereich der Beratung und Unterstützung von Unternehmen bei der Steigerung der Ressourceneffizienz vorgestellt und diskutiert. Das Produktdesign wurde dabei als ein Kernansatzpunkt bestätigt.

StudentInnen der Hochschule Pforzheim waren auf dem Europäischen Ressourcen-Forum (ERF) und dem Nationalen Ressourcen-Forum (NRF) in Berlin, das vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt veranstaltet wurde. Sie interviewten für das Video zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland.

Den ZRE Nachbericht zum Nationalen Ressourcen-Forum 2014 finden Sie hier

Weitere Informationen und Rückblick (sowie die Präsentationen der Referenten) auf der Webseite des Umweltbundesamtes (UBA):
Europäisches Ressourcen-Forum (ERF)
Nationales Ressourcen-Forum (NRF)
sowie die
Pressemeldung des BMUB und UBA

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