NRF 2014

Nachbericht Nationales Ressourcen-Forum 2014

Mit über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand das Nationale Ressourcenforum (NRF) 2014, das vom Umweltbundesamt in Kooperation mit dem VDI Zentrum Ressourceneffizienz organisiert wurde großen Anklang. Die rege Teilnahme zahlreicher Experten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Intermediäre, Unternehmen und Zivilgesellschaft zeigt deutlich, dass Ressourceneffizienz auch weiterhin ein Kernthema an der Schnittstelle von Umwelt- und Wirtschaftspolitik ist.

Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamts, Ralph Appel, Direktor und geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des VDI Verein Deutscher Ingenieure e.V. sowie Bundesumweltministerin Barbara Hendricks betonten die herausragende Bedeutung der Ressourceneffizienz für den ökonomischen Erfolg sowie die nachhaltige Entwicklung.

Eine Podiumsdiskussion zum Thema Ressourceneffizienz in Unternehmen zeigte deutlich, dass Unternehmen bahnbrechende ressourceneffiziente Produktinnovationen, wie zum Beispiel neuartige LEDs, nicht nur entwickeln, sondern auch erfolgreich in Deutschland vermarkten können. Öffentliche Förderprogramme wie z. B. das Umweltinnovationsprogramm des Umweltbundesamts können dabei eine wichtige Rolle spielen. Gleichwohl wurde diskutiert, dass es für Unternehmen nicht immer einfach ist, ressourceneffiziente Lösungen zu identifizieren und die damit verbundenen Maßnahmen umzusetzen. Zielkonflikte, z. B. zwischen Effizienz und Sicherheitsvorschriften können rasches und entschiedenes Handeln oft erschweren. Angebote zur Unterstützung der Unternehmen, sollten an deren Geschäftswirklichkeit ansetzen, anstatt sich auf zu abstrakter Ebene zu bewegen.

Verschiedene Referentinnen und Referenten stellten beispielhaft vorbildliche Praktiken des Ressourcenmanagements auf regionaler und kommunaler Ebene vor. Aus den Vorträgen ging deutlich hervor, dass auch kommunale und zivilgesellschaftliche Akteure auf der Ebene regionaler Projekte und Kreisläufe signifikante Beiträge zur Ressourceneffizienz leisten können. Dabei können Sie sowohl an den eigenen Infrastrukturen ansetzen, als auch förderliche Anreizstrukturen schaffen.

Einen weiteren Diskussionsschwerpunkt bildete die Rolle ressourcenschonender Lebensstile. Eingehend diskutiert wurden in diesem Zusammenhang Konzepte, die den Nutzen von Produkten anstatt ihres Besitzes in den Vordergrund stellen. Verschiedene Fälle wurden vorgestellt, in denen Kundinnen und Kunden zum Nutzen aller Beteiligten und der Umwelt anstatt von Produkten Dienstleistungen erwarben.

Es folgte eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion zum Stand der Umsetzung und zur geplanten Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms (ProgRess). Die Diskussionen erstreckten sich über eine große Bandbreite der von ProgRess angesprochenen Aspekte und enthielten wertvolle Anregungen für die Fortentwicklung. Die generelle Stoßrichtung des Programms wurde nicht in Frage gestellt.

StudentInnen der Hochschule Pforzheim waren auf dem Europäischen Ressourcen-Forum (ERF) und dem Nationalen Ressourcen-Forum (NRF) in Berlin, das vom Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt veranstaltet wurde. Sie interviewten für das Video zahlreiche Experten aus dem In- und Ausland.

Den ZRE Nachbericht zum Europäischen Ressourcen-Forum 2014 finden Sie hier

Weitere Informationen und Rückblick (sowie die Präsentationen der Referenten) auf der Webseite des Umweltbundesamtes (UBA):
Europäisches Ressourcen-Forum (ERF)
Nationales Ressourcen-Forum (NRF)
sowie die
Pressemeldung des BMUB und UBA

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