Nachbericht RE vor Ort: Potsdam

RE vor Ort: Potsdam, 09.07.2014

Nachbericht:

„Ressourceneffizienz vor Ort – Einsparpotenzialen auf der Spur“

„Ressourceneffizienz vor Ort – Einsparpotenzialen auf der Spur“, das war das Thema dieser Veranstaltung für die Branche der Kunststoffverarbeitung, die am 9.07.2014 in der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam stattfand.
Dr. Manfred Wäsche ging als kommissarischer Hauptgeschäftsführer der IHK Potsdam in seinem Grußwort auf die großen wirtschaftlichen Vorteile von Material- und Energieeffizienz ein.

Dies war auch das Stichwort für die Moderatorin, Professorin  Dr.-Ing. Katharina Löwe, Fachhochschule Brandenburg, die auf den interdisziplinären Masterstudiengang zur Energieeffizienz mit Studienschwerpunkten in den Bereichen Automatisierungssysteme, Elektronik, Energie- und Umwelttechnik, Maschinenbau und Mechatronik an der Fachhochschule Brandenburg hinwies.
Herr Ehrlich vom VDI Bezirk Berlin/Brandenburg referierte in seinem Vortrag über die Vorteile, die Unternehmen der Kunststoffverarbeitung haben, wenn sie die Ressourcenchecks des VDI ZRE für die Ermittlung betrieblicher Potenziale für Ressourceneffizienz anwenden. Sieben Fallbeispiele aus brandenburgischen KMU der Kunststoffverarbeitung zeigten sehr anschaulich die betrieblichen Chancen für Material- und Energieeffizienz.

Anschließend stellten die Referenten von ZAB, UBA, demea die Fördermöglichkeiten für KMU zur Umsetzung von Effizienzprojekten vor.
Herr Dr. Unruh von der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) erläuterte die umfangreichen Fördermöglichkeiten, die insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Brandenburg für Innovationen und Effizienzsteigerungen bei Material und Energie angeboten werden.

Frau Hammer vom Umweltbundesamt (UBA) referierte anhand konkreter Beispiele sehr anschaulich den Umfang der Förderungen durch das Umweltinnovationsprogramm, das bereits seit 1979 erfolgreich Demonstrationsprojekte zur Verminderung von Umweltbelastungen in den verschiedensten Bereichen unterstützt. Dabei geht es um neue technologische Verfahren zum Schutz der Umwelt, mit dem Ziel, ökonomisch erfolgreich mit möglichst wenig Umweltbelastung und geringen Ressourcen und Energieeinsatz zu wirtschaften.

Herr Schmale von der Deutschen Materialeffizienzagentur (demea) wies anhand seiner Analyse der von der demea geförderten Projekte nach, dass die Materialkosten der Schlüssel zur Steigerung der Produktivität sind und über deren Reduktion die Kosten signifikant gesenkt werden.
Herr Maass fasste die Ergebnisse des Workshops zusammen und ergänzte seinen Vortrag mit Gute-Praxis-Beispielen aus der Kunststoffverarbeitung, die auf verschiedenen Stufen der betrieblichen Wertschöpfung die großen Potenziale für Ressourceneffizienz zeigen.

Abschließend regten insbesondere die Teilnehmer von kleinen und mittleren Unternehmen an, in regelmäßiger Form alle neun Monate diesen Austausch zur Ressourceneffizienz in der Kunststoffverarbeitung fortzusetzen und damit den kontinuierlichen Erfahrungsaustausch zur Material- und Energieeffizienz zu gewährleisten.
Diese erste branchenspezifische Veranstaltung war mit 26 Teilnehmern sehr gut besucht.

Die Veranstaltung war Teil der bundesweiten Reihe „Ressourceneffizienz vor Ort“ des Netzwerks Ressourceneffizienz, organisiert durch die Geschäftsstelle beim VDI Zentrum Ressourceneffizienz. Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer ausreichend Zeit zum Netzwerken und persönlichen Austausch mit den Referenten.