Heidelberg 12.10.2017
Bilder: UKOM

Nachbericht RE vor Ort in Heidelberg am 12.10.2017

Ressourceneffizienz und konstruktiver Leichtbau

Am 12.10.2017 informierten sich gut 20 Teilnehmende aus der Region Rhein-Neckar zum Thema Ressourceneffizienz und konstruktiver Leichtbau. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Umweltkompetenzzentrum Rhein-Neckar e. V. (UKOM) und dem Netzwerk Ressourceneffizienz veranstaltet.

Dr. Christian Kühne (Vorstand UKOM) und Michael Mack (Geschäftsführer der Heidelberger Brauerei GmbH) leiteten mit einer kurzen Einführung in das Thema sowie einer Vorstellung der Brauerei in den Abend ein.

Leichtbau ist per se Ressourceneffizienz, da hier erhebliche Mengen an Rohstoffen, Material und letztendlich Energie eingespart werden kann. Leichtbau ist jedoch oft gekoppelt an neue, zum Teil kostspielige Materialien oder einem komplexen Materialmix, führte Dr. Christian Kühne aus.

Welche Vorteile der konstruktive oder topographische Leichtbau, der weitgehend auf bekannte Materialien zurückgreift, bietet, stand im Fokus der Veranstaltung. Durch neuartige konstruktive Methoden oder neuartigen Technologien wie additiven Verfahren wurde aufgezeigt, dass sich gleichzeitig stabil und leicht bauen lässt.

Werner Maass (VDI Zentrum Ressourceneffizienz, VDI ZRE) stellte die Kurzanalyse des VDI ZRE Ressourceneffizienz im Leichtbau vor. Darin werden Leichtbaumaßnahmen in Bezug auf verschiedene Materialien und deren Potenziale zur Effizienzsteigerung verglichen.

Dr. Wolfgang Seeliger (Geschäftsführer Leichtbau BW) präzisierte in seinem Vortrag die Vorteile in Form von Kostensenkung, Produktivitätssteigerung sowie erleichtere Präzisionsbearbeitung. Durch das praktische „Weglassen“ von Materialien sind so sehr kurzfristige Renditen für Unternehmen im Maschinenbau möglich. Dies bestätigte sich anhand der Praxisbeispiele von Dr. Henning Wagner aus der Firma Fells GmbH, in welcher die Entwicklung solcher Effizienzmaßnahmen durch Leichtbau erprobt und erschlossen wird.

In einer abschließenden Diskussion in lockerer Atmosphäre wurden die potentiellen Ansprechpartner zur Unterstützung von Leichtbauprojekten vorgestellt sowie die Umsetzbarkeiten für Mittelständler besprochen.

Der praktische Zugang zum Thema Leichtbau soll für interessierte Unternehmen aus der Region zukünftig in kleiner Runde ermöglicht werden. Der O-Ton eines anwesenden Unternehmers: „Die Inhalte waren wirklich sehr interessant. Ich denke wir bekommen in der ersten Aufschlagrunde in näherer Zukunft einen kleinen Arbeitskreis von vier bis sechs Firmen zusammen“.

Auch diese Veranstaltung hat erneut gezeigt, umso konkreter die Beispiele aus der Praxis, umso intensiver und angeregter sind die Diskussion und das Interesse der Teilnehmenden.