Nachbericht RE vor Ort: Dresden

RE vor Ort: Dresden, 27.05.2013

Nachbericht:

Ressourceneffizienz zahlt sich aus

Etwa 40 Interessierte und Unternehmer informierten sich in Dresden über intelligentes Ressourcenmanagement

 

Die Veranstaltung „Ressourceneffizienz vor Ort“ lud am 27. Mai 2013 rund 40 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ins Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahlentechnik (IWS) nach Dresden ein, sich über das Thema Ressourceneffizienz auszutauschen. 

Dass für nachhaltiges Wirtschaftswachstum eines Unternehmens eine enge Verzahnung von der Industrie mit der Wissenschaft essenziell ist, darüber waren sich die Teilnehmer bereits zu Beginn der Veranstaltung einig. Das VDI Zentrum Ressourceneffizienz, das die Veranstaltung im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) mit mehreren Kooperationspartnern und organisiert hatte, machte anhand verschiedener Erfolgsbeispiele deutlich, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit mehr Ressourceneffizienz erhebliche Kosten sparen können. Nach einer aktuellen Studie nutzen jedoch ca. 83 Prozent der KMUs in Deutschland diese Chancen noch nicht. 

Wie positiv sich Ressourceneffizienz auf den Unternehmenserfolg auswirken kann, zeigte eine Reihe mittelständischer Unternehmensvertreter: Die Union Werkzeugmaschinen GmbH aus Chemnitz stellte den Gästen vor, welche Kostensenkungen sie mit der gezielten Umsetzung der Ansätze „Vermeidung, Verminderung und Rückführung“ schon erreichen konnte. Die ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH aus Riesa konnte Einsparungen verzeichnen, indem es aus Abwärme Dampf gewinnen und für die Stadtwerke Energie erzeugen konnte. Es zeigte sich, dass schon kleine Prozessänderungen oder kluge Innovationen die Firmenkasse deutlich entlasten können. So stellte die Gerodur GmbH und Co. KG aus Neustadt/Sachsen beispielsweise dar, wie durch die Nutzung der Abwärme des Werkes im Winter der Parkplatz des Unternehmens schneefrei gehalten wird. Salzstreuen und Räumarbeiten gehören damit der Vergangenheit an. Auch das Gründungsvorhaben MACROBATTERY stellte sein innovatives Geschäftskonzept vor. Hierbei geht es vor allem um die Herstellung neuartiger Batteriezellen und -systeme und das Angebot von Speicherleistungen. 

Die Veranstaltungsgäste erfuhren in den Vorträgen der Referenten neben den vielen Praxisbeispielen ebenfalls, welche Unterstützungsmöglichkeiten sächsische oder bundesweite Förderprogramme bieten, wenn ein Unternehmen ein Innovationsprojekt plant. Neben „go-inno / Modul go-effizient“ oder „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ (ZIM), den Programmen des Bundeswirtschaftsministeriums, wurde auch der neue BMU-Förderschwerpunkt des Umweltinnovationsprogramms „Materialeffizienz in der Produktion“ vorgestellt. Auch das Angebot zu den Impulsgesprächen über Energieeffizienz des RKW Sachsen wurde interessiert aufgenommen.  

Bilder: VDI ZRE, 11&12 Benjamin Schmidt/das-zahlt-sich-aus.de