Nachbericht RE vor Ort: Greifswald

RE vor Ort: Greifswald, 21.11.2013

Nachbericht:

Neue Netzwerke für Ressourceneffizienz in Greifswald

„Neue Kooperationen für Beratung und Bildung - für mehr Energie und Ressourceneffizienz“. Unter diesem Motto stand die Veranstaltung des Bildungszentrums in Greifswald (BiG), des RKW Nord und des Netzwerks Ressourceneffizienz, koordiniert durch das VDI Zentrum Ressourceneffizienz (VDI ZRE). Die Veranstaltung richtete sich hauptsächlich als Novum an Energie- und Ressourceneffizienzberater der Region, die eine wichtige Multiplikatorrolle einnehmen. Die Teilnehmenden tauschten sich darüber aus, wie das Thema „Energie- und Ressourceneffizienz“ noch effektiver in kleine und mittlere Unternehmen (KMU) getragen werden kann. Wie nötig das ist, zeigt eine Umfrage des REZ (Regionales Einkaufszentrum der Arbeitsagentur) Nord, bei der 4.600 Unternehmen befragt wurden. Rund 25 Prozent der Betriebe haben bislang noch keinerlei Maßnahmen zur Effizienzsteigerung unternommen.

Eine Frage der Kultur

Ole Wolfram vom RKW Nord konstatierte: „Die große Frage ist doch: Warum sprechen alle von Ressourceneffizienz und warum setzen sie so wenige um?“ Eine Antwort darauf lieferte der Psychologe Dr. Edzard Glitsch von der Universität Greifswald: „Ressourceneffizienz ist auch eine Frage der Unternehmenskultur“. Nur durch praktisches Handeln kann sich die Betriebskultur zum Positiven ändern. Doch wie sollten Unternehmen am besten beginnen? Das VDI ZRE gab am Effi-Mobil Stand konkrete Tipps und Best-Practice Beispiele. „Viele Unternehmer denken bei Ressourceneffizienz nur an Energieeinsparungen“, so Julia Herr, „dabei entfallen beispielsweise im verarbeitenden Gewerbe 45 Prozent der Gesamtkosten auf das Material.“ Der Ressourcencheck des VDI ZRE macht Entscheidern von KMU erste Einsparungspotenziale im Betrieb deutlich.

Hürden und Lösungsansätze

Oft ist die Finanzierung von Effizienzprojekten eine große Hürde. René Meischatz vom Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern räumte ein: „Ich weiß, dass die Antragstellung nicht immer einfach ist.“ Dennoch rief er KMU auf, sich für öffentliche Fördermittel zu bewerben. Dorit Wehling, Prokuristin des BiG Bildungszentrums, zeigte sich am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden. „Ich freue mich, dass sich so viele verschiedene Akteure mit der Thematik auseinandersetzen.“ Für jede Hürde bei der Umsetzung von ressourceneffizienten Maßnahmen gibt es eine Lösung. Wehling riet allen Anwesenden, sich umfassend zu informieren: „Das VDI ZRE und das RKW Nord sind wichtige Türöffner bei vielen Belangen.“

 

Flyer

Bilder: Benjamin Schmidt/das-zahlt-sich-aus.de