Nachbericht RE vor Ort: Künzelsau

RE vor Ort: Künzelsau, 24.10.2013

Nachbericht:

Mit wenig Aufwand Material- und Energienutzung im Unternehmen effizient zu gestalten. Teilnehmer der Veranstaltung „Ressourceneffizienz vor Ort“ bei der Volksbank Hohenlohe eG am 24. Oktober 2013 zeigten den Weg. 

(Künzelsau, 25.10.2013) Material- und Energienutzung im Unternehmen effizient zu gestalten und somit Kosten zu sparen ist eine Herausforderung für die deutsche Wirtschaft, besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Die Teilnehmer der Veranstaltung „Ressourceneffizienz vor Ort“ des Modell Hohenlohe e.V. in Kooperation mit dem Netzwerk Ressourceneffizienz am 24. Oktober in Künzelsau zeigten anhand Best Practice Beispiele, dass auch kleine Maßnahmen mit wenigen Investitionen zu großen Einsparungen führen können.

Nach der  Begrüßung durch Dieter Karle, Vorstand, Volksbank Hohenlohe eG und Kurt Weissenbach, Vorstand, Modell Hohenlohe zeigte Werner Maass, vom VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, auf, mit welchen nationalen Aktivitäten Unternehmen unterstützt werden. Beispiele dazu sind der Ressourcencheck und die Qualifizierung Ressourceneffizienz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von produzierenden Unternehmen. „Der Ressourcencheck bietet einen guten Leitfaden zur Ermittlung der Energie- und Ressourceneffizienz an. Die Anzahl der Fragen ist überschaubar und der Test schnell durchführbar. Damit können Unternehmen einen ersten Schritt in die Ressourceneffizienzsteigerung machen“.

Neben Informationen zur regionalen und nationalen Fördermöglichkeiten wie z.B. das KfW-Energieeffizienzprogramm und die Energieeffizienzfinanzierung-Mittelstand der L-Bank durch  Wolfgang Demuth, Volksbank Hohenlohe eG,  setzte Prof. Dr. Susanne Hartard vom IfaS - Institut für Angewandtes Stoffstrommanagement Impulse für die aktive Umsetzung von Maßnahmen in Betrieben. Das Beispiel Ressourceneffizienz durch Kooperationen von Nachbarunternehmen zeigt positive Ergebnisse wie die Zusammenarbeit zwischen der Firma Georg Fischer AG und dem MAGGI-Werk in Singen.

Die überschüssige Abwärme des Hochofens der Firma Georg Fischer AG erhitzt ein Thermoöl, das im MAGGI-Werk über einen Wärmetauscher für Wasserdampf für die Herstellung von MAGGI Ravioli oder MAGGI Würze sorgt. Das bedeutet eine Einsparung von 11.000 t CO2 pro Jahr und Reduktion der Dampfproduktion Maggi auf Erdgasbasis. Dieses Projekt wurde auch durch das Umweltinnovationsprogramm gefördert.

Die Höhepunkte der Veranstaltung lagen bei der Podiumsdiskussion und die Betriebsbesichtigung bei der Firma Würth Elektronik GmbH & Co. KG. 

Die Teilnehmer von der Gruppe Ressourceneffizienz-Tisch (Projekt vom Modell Hohenlohe e.V.) Herr Dr. Klaus Wolfer, Leiter der Abteilung Ressource Management - Würth Elektronik GmbH & Co. KG, Herr Werner Flögel, Leiter Elektronik und Produkt Management MSR /  Manager Electronics and Productmanagement M&C - GEMÜ Gebr. Müller Apparatebau GmbH & Co. KG, Herr Uwe Kempf, Leitung Instandhaltung und verantwortlich für die Haustechnik und das Energiemanagement - König & Meyer GmbH & Co. KG und Herr Gerd Pitroff, Produktionsleitung - Reisser Schraubentechnik GmbH haben unter der Moderation von Marcia Rocha, Projektmanagerin - Modell Hohenlohe e.V. ihre Erfahrung bezüglich Ihrer Arbeit und Herausforderungen um Rohstoffe im Betrieb richtig einzusetzen mit dem Publikum geteilt und über die Wege zur effizienteren Material- und Energienutzung diskutiert. „Der Wasserverbrauch konnte in unserem Unternehmen um 8% reduziert werden. Das erreichten wir nur durch Schulungen. Dafür braucht die Firma nicht viel zu investieren“, sagte Herr Werner Flögel von GEMÜ.

Als letzte Station wurden die Teilnehmer bei einem Rundgang in den Werkshallen der Firma Würth Elektronik über deren Anstrengungen zur Ressourceneffizienz bei der Leiterplattenfertigung informiert. Beispielsweise durch besondere Verfahren bis zu 90% Ätzmittelrecycling und bis zu 99,9% Kupferrückgewinnung. 

Der abschließender  Imbiss wurde zum regen Erfahrungsaustausch genutzt. 

 

Flyer